Nachdem Sir Mantis letzte Woche mit der Neuauflage seines Songs „Haus am See“ ordentlich Welle machte, schießt er heute die Single „Roboclean“ mit dazugehörigem Lyric Video hinterher. Die zweite Auskopplung seines anstehenden Albums „180 Grad“, das im Sommer dieses Jahres über das Berliner Label Springstoff erscheint, macht vor allem eines deutlich: Sir Mantis ist mit Pauken und Trompeten – oder besser gesagt, mit fetten Bässen und krassen Punchlines – zurück im Rapgame und denkt gar nicht daran, sich zurückzuhalten oder anzupassen. Auf „Roboclean“ stellt er diese Attitüde direkt unter Beweis, in dem er lautstark das konservative Spießbürgertum ankreidet und auf dem selbstproduzierten, brachialen Grime-Beat außerdem seinen persönlichen Gegenentwurf präsentiert. Mit jeder Menge Humor positioniert sich der Leipziger Rapper selbstbewusst am anderen Ende des Kontostandes und spittet seine technisch starken Zeilen in beeindruckendem Tempo.

Du hast Geld, du hast Status und geschulte Manieren / Ich hab‘ sogar zu wenig um ein‘ Kredit zu beziehen / Du hast alle Privilegien, alles erreicht / Ich dreh‘ jeden Cent um, komm‘ im Leben nicht weit / Aber nein, du bist nichts Besseres / Du lebst nur im Gegenteil

Hier kommt ihr zum neuen Track „Roboclean“ auf den Streaming-Plattformen:

Spotify: https://spoti.fi/3OXNIpA
Deezer: https://bit.ly/37kJmId
Apple Music: https://apple.co/3yiqGnt
Amazon Music: https://amzn.to/3MUjQIV

Billige Boxen aus dem Elite-Gymnasium entwenden, einen illegalen Rave starten und progressive Lines durch die Lautsprecher schicken – auf diese Weise zelebriert Sir Mantis seine Kritik an neoliberalen Ideologien und der privilegierten Oberschicht. Spaß an der Sache und mit der Gang darf neben den vernichtenden Punchlines natürlich nicht fehlen – somit steht der Eskalation auf Kosten der Reichen nichts mehr im Weg.

Zur Premiere des Lyric Videos auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=zRSedFmel6I

Über Sir Mantis:
Sir Mantis gestaltet als Rapper und Produzent die aufstrebende Leipziger Rap-Szene seit vielen Jahren maßgeblich mit. Zu queer für den Vatikan, zu melancholisch, um als Pöbel durchzugehen, aber auch zu wütend für einen Platz in der positionslosen Popkultur. Seine Tracks bewegen sich zwischen Autobiografie und Battlerap, berichten von der Perspektivlosigkeit als Heimkind und verteilen Punchlines an Gott und die Kirche. Neben seinen solistischen Releases hat sich Sir Mantis als Produzent, Mixing Engineer und Förderer insbesondere in der queeren Musikszene einen Namen gemacht. Seit 2021 arbeitet er aus einem Tonstudio in Halle (Saale) mit Newcomer*innen aus ganz Deutschland. Sein lang erwartetes Album „180 Grad“ erscheint im Sommer 2022 über das Berliner Label Springstoff.

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