Heute releast die Berliner Rapperin und Produzentin Breezy die erste Single aus ihrem Debütalbum. Auf „Get Out“ beschreibt Breezy, aus welchen politischen und sozialen Gründen sie die USA verließ. Mit rhythmischen Flows und verzerrten Stimmfrequenzen kritisiert sie die dortigen gesellschaftlichen Zustände aus der Perspektive einer queeren WOC. Pointiert und ohne Blatt vor dem Mund, verbalisiert Breezy so ihre Wut und Enttäuschung. 

„America the genocide, turned into a company / How the richest nation got so many Hungary? / Pullin up the bootstraps only lead to loot traps / Rat race rhythm only workin for the fat cats / Snap! Go the rat trap, specially when skin Black / Feelin like we take another step and then we backtrack.“

„Get Out“ ist auf allen Streamingplattformen verfügbar:
Spotify: https://spoti.fi/2ShfkNm
Deezer: https://bit.ly/3fy5U8h
Apple Music: https://apple.co/3wnVAGR
Amazon Music: https://amzn.to/3u5zM15

„Get Out“ erscheint als einer der Solo-Tracks auf Breezys kommenden Debüt-Album „Schwarzfahren“, welches sie am 2. Juli 2021 releast. Neben eigenen Songs liefert sie damit auch eine Plattform für die Schwarze und queere Musikszene Berlins: Featuretracks und Produktionen mit Musiker*innen wie Nasheeka, Okcandice und Ys4jd ergeben ein politisches und soundästhetisches Geflecht aus Rap, Gesang und Poesie.

Das Zusammenspiel aus HipHop, Soul, Blues und Gospel eröffnet den klanglichen Raum für Breezys eindringliche Inhalte: Als queere Tochter eines Schwarzen und eines weißen Elternteils ergründet Breezy in ihrer Musik die Bedeutung, Grenzen und Zugehörigkeit ihrer eigenen Identität. Die Selbstbezeichnung „Mulatto Music“ beschreibt dabei einerseits den Prozess ihrer Selbstfindung, fordert gleichzeitig aber auch die Deutungshoheit über diesen – wenn als Fremdbeschreibung verwendet – rassistischen Begriff zurück. Damit etabliert sie eine empowernde Beschreibung ihrer Persönlichkeit sowie sozialen Zugehörigkeit. Breezy kommt in den USA zur Welt, lebt in Connecticut, Rhode Island und Los Angeles. Für ihr Studium der Musikproduktion zieht sie für ein Jahr nach Berlin, lebt nach ihrem Abschluss wieder in den USA und kehrt 2018 in die deutsche Hauptstadt zurück.

Im gleichen Jahr veröffentlicht Breezy ihre „Tragic Mulatto“-EP, in der sie die Komplexität und Tragik ihrer eigenen Identität, in Bezug auf race und gender, ergründet: So fühle sie sich weder zu der Schwarzen Community völlig zugehörig, noch erfahre sie die gänzlichen Privilegien einer weißen Person: „I got no reason or rhyme, ‘cept I’m a Black woman, light-skinned, and white.“ Dieses schmerzende Gefühl der Ausgrenzung und inneren Zerwürfnis erweitert sie 2019 auf dem Mini-Album „Mulatto Madness“. Hier transformiert sich die Tragik zu Wut über rassistische und sexistische Gewalt. Mit poetischen Reimen und einer gefühlsintensiven Stimme erinnert Breezy an HipHop-Größen wie Rapsody und Noname Gypsy – und knüpft damit an ihre wohl größte Inspiration, Lauryn Hill, an. Als Rapperin, Sängerin und Producerin schafft es Breezy sowohl auf spannungsgeladenen Konzerten in der Berliner Clubszene als auch auf Kopfhörern ihre Zuhörer*innen im Sturm zu erobern.

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