Die Rapperinnen Liser aus Köln und Taby Pilgrim aus Essen veröffentlichen heute ihre Single „Popstar ist kein Vollzeitjob“. Mit der ersten Auskopplung aus ihrem gemeinsamen Album „JA“ (VÖ 22. Juli) erscheint nicht nur ein aufwendig produziertes Musikvideo, sondern auch die erste Folge ihrer Mini-Serie, welche parallel zu den Single-Release des Longplayers erscheint. Passend zu den Songs parodieren die beiden in der Mockumentary den tagtäglichen Wahnsinn, sich als Frauen im Rap-Business durchzuschlagen.

„Popstar ist kein Vollzeitjob“ stellen Liser und Taby Pilgrim ernüchternd auf dem heutigen Single-Release fest, denn allein von der Musik leben zu können, gelingt den wenigsten Künstler*innen. Gleichzeitig beleuchten sie die paradoxe Situation, die eigene Leidenschaft an den Markt anzupassen, um sich diese überhaupt leisten zu können. Ein Punchline-Gewitter aus zynischen und wortgewandten Lyrics trifft hier auf eine melodische Soundkulisse, welche die Grenzen zwischen Rap und Pop verschwimmen lässt. So zeigen Liser und Taby Pilgrim auch musikalisch, dass Rapper*innen die neuen Popstars der Musikindustrie sind – und sie selbst mittendrin im Dilemma zwischen Passion und Kommerz.

Hier könnt ihr „Popstar ist kein Vollzeitjob“ streamen:
Spotify: https://spoti.fi/3Ls36YZ
Deezer: https://bit.ly/38z7NSg
Apple Music: https://apple.co/3EYUabk
Amazon Music: https://amzn.to/3vqFSwO

In der ersten Folge ihrer Miniserie stellen sich Liser und Taby Pilgrim als Protagonistinnen einer Dokumentation über ‚Frauen im Rap‘ vor: Ein Filmteam begleitet die beiden Rapperinnen in ihrem Alltag und bei dem Versuch, sich eine Karriere im Musik-Business aufzubauen. Als zwei Charaktere, die verschiedener nicht sein könnten und mit einem performativ-woken Manager (gespielt von Rapper CONNY), liefern sie den perfekten Start für ihre Mockumentary – und machen Vorfreude darauf, wie es in zwei Wochen weitergeht. Das im Anschluss folgende Musikvideo glänzt mit hochwertiger Produktion, ausgefallenen Kostümen und Handpuppen im Liser- und Taby-Stil. 

Hier findet ihr die erste Folge der Mockumentary und das Musikvideo von „Popstar ist kein Vollzeitjob“: 
https://youtu.be/Elb4bWRpeNk
Auf ihrem Collabo-Konzeptalbum „JA“ arbeiten Liser aus Köln und Taby Pilgrim aus Essen ihre persönlichen Erfahrungen im Musikbusiness auf und veröffentlichen mit jedem Track einen Teil ihrer satirischen Mini-Serie. Ohne Absicht auf politischen Content entsteht durch ihre eigene Betroffenheit doch ziemlich viel Gesellschaftskritik und Feminismus: Rants gegen Sexismus, die hiesige Rapszene und cis Männer sind bei der Frage nach ‚Frauen im Rap‘ halt einfach zu erwarten. Die beiden Rapperinnen weisen Internet-Trolle in ihre Schranken, kontextualisieren die Bedeutung von Sexarbeiterinnen für westlichen Wohlstand und schreiben den Sims eine Liebeserklärung. Taby Pilgrims technisch hochwertiger Rapstil in Kombination mit Lisers experimentellen Pop-Einflüssen erschaffen auch musikalisch ein spannendes und abwechslungsreiches Werk: Über krasse Autotune-Banger hagelt es nur so an Punchlines. Auf der Platte schütteln sich Rap mit Pop und sogar Country-Songs die Hände. Eine Mischung, die es so im HipHop vermutlich noch nie gab – dass es diesen Bedarf jedoch gibt, beweisen Liser und Taby Pilgrim mit ihrem Album „JA“.

Die Kölner „Punk-Queen des Rap“ Liser widersetzt sich seit jeher konsequent Kategorisierungen – zwischen experimentellem, mal introspektivem und mal partytauglichem Pop-Rap und ihren regelmäßigen Teilnahmen an Rap-Battles gibt es wohl kein Subgenre im HipHop, das vor dieser Künstlerin sicher ist. Während der Corona-Pandemie startet Liser ihre „Tinder-Tour“ und promotet so ihr Debütalbum „Songs über Jungs“Taby Pilgrim baut sich ab Mitte der 2010er Jahre auf YouTube eine erste Fanbase durch Medleys und Coversongs auf. 2020 erscheint mit ihrem Debütalbum „Pilgerreise“ ein Solowerk, das zahlreiche Liebhaber findet. Durch Supportshows für Artists wie Fatoni & Edgar Wasser sowie mehrere Collabos mit unter anderen The toten Crackhuren im Kofferraum, MC Smook und Thizzy macht sich die Essenerin darüber hinaus einen Namen. Wenn Taby Pilgrim nicht rappt, arbeitet sie als Synchronsprecherin.

Die Künstlerinnen lernten sich bei Twitter kennen und vernetzen sich dort für ein gemeinsames Streaming-Konzert. Nicht nur musikalisch, auch humoristisch finden sie sofort eine gemeinsame Ebene und starten kurz darauf einen Podcast. In „Der Boden ist Laber“ tauschen sie sich nicht nur über Alltag und gefährliches Halbwissen aus, sondern auch über unfertige Songskizzen – aus denen schließlich ihr gemeinsames Album „JA“ entsteht. Aus ihrer Affinität für Multimedialität und Satire entwickeln sie zusätzlich die Idee für ihre Mockumentary. Bei der Umsetzung dieses großen Projekts werden sie von Yannick Brenner und den Cologne Custom Studios unterstützt.

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