„Wenn ich einmal sterbe, begrabt mich im Internet“ – doch bevor es soweit ist, kündigt der Berliner Artist und Producer HAXAN seine neue Single „107 KMH“ für den morgigen Freitag an. Gekonnt balanciert HAXAN zwischen selbstproduzierten Rap-, Hardcore- und Industrial-Soundwelten, während er über den Untergang unserer Welt fantasiert. Zwischen Utopie und Dystopie bewegt sich der experimentelle Künstler mit „107 KMH“ durch die Trümmer der futuristischen Großstadt auf der Suche nach den Toren zur Hölle. Nicht nur im Sound, sondern auch im zugehörigen Animationsvideo wird das digitale Ausmaß der Zerstörung deutlich inszeniert – und zeugt damit nicht nur vom möglichen Schicksal unserer Welt, sondern auch dem progressiven musikalischen Weg, auf dem HAXAN sich befindet. 

Ich freue mich, euch HAXANs neue Single samt Musikvideo heute schon zeigen zu dürfen und bitte euch bis Mitternacht noch um strenge Vertraulichkeit.

„Willkommen in der Simulation, ewiger Frieden und der sichere Tod / Springbrunnen aus Gold, West-Berlin ist ein Zoo“
Bereits die ersten Worte auf „107 KMH“ zeigen unmissverständlich, welche Thematik HAXAN in den darauffolgenden vier Minuten seiner virtuellen Flucht begleitet. Mit 107 km/h sprintet der Berliner Musiker in Richtung Hölle, während die Welt, die vorher einmal war, um ihn herum zu Staub zerfällt. Für die einen mag das eine beängstigende Dystopie sein – mit Blick auf den Zustand des Hier und Jetzt ist es für HAXAN viel eher eine Utopie. „Meld‘ mich noch immer viel zu selten bei denen, die ich lieb’, ich hab‘ Angst, dass wenn sie sterben, ich ’ne Träne vergieß‘, paradox“ reflektiert HAXAN auch seine persönliche Position und kommt dabei zu dem Schluss, dass hier nichts mehr zu retten ist. Visualisiert wird die Flucht vor der Simulation passenderweise durch ein animiertes Video in Gaming-Optik, das den HAXAN-Avatar bei seinem Kampf gegen den Feind quer durch das digitale Berlin hinweg begleitet, bevor von ihm nur noch Schutt übrig ist.
Hier gelangt ihr zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=PmkBiyYRkdY
Über HAXAN (er/ihn):
Hakan Halaç 
wird 1994 in Berlin-Süd als Sohn eines türkisch-migrantischen Elternpaares geboren, wo seine Begeisterung für Musik bereits im Kindesalter beginnt. Musikvideos auf MTV von Bands wie Slipknot und Linkin Park prägen HAXAN und lösen eine intensive Begeisterung für die Musikkultur aus, die sich zuerst über Metal und Punk erstreckt. Durch seine Schwester kommt er jedoch auch mit US-HipHop sowie dem Deutschrap des Berliner Untergrunds in Berührung. Erste eigene musikalische Projekte gründet HAXAN in schulischen Rockbands als Bassist und Sänger, bis er 2011 den Bandcontest „Berlins Neue Talente“ der Berlin Music Association gewinnt. Zwei Jahre später wird KORA WINTER mit Hakan als Sänger gegründet. Nach zwei EPs sowie ihrem Debüt-Album „BITTER“ (2019) wird KORA WINTER deutschlandweit als einzigartige Avant-Garde-Metal Band von Kritiker:innen gelobt. Neben der Bandaktivität beginnt HAXAN, auch eigene Songs zu schreiben und zu produzieren, die er erstmals in Form der „RAW“ EP (2019) und zuletzt auf dem Tape „GARGOYLE“ (2021) veröffentlicht. 2022 spielt HAXAN Solo-Gigs auf dem CTM Festival in Berlin sowie dem Nyege Nyege Festival in Uganda und schlägt dort mit seiner Mischung aus experimentellem HipHop, Punk und Metal Wellen, die ihn als außergewöhnliches Phänomen aus der modernen Rap-Szene herausstechen lassen.

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