Die Hamburger Newcomerin LIZZN veröffentlicht heute independent ihre Debüt-EP „Lizzn to myself“ sowie das Musikvideo zum Fokustrack „Wut“. Auf den fünf enthaltenen Tracks der EP verhandelt die Rapperin und Sängerin nicht nur Fragen der Selbstfindung, sondern allem voran das Thema Wut. Wie FLINTA* in unserer Gesellschaft lernen, mit Wut umzugehen und woher diese Wut eigentlich kommt, lässt sich natürlich mit einer EP nicht final beantworten – „Lizzn to myself“ gelingt es aber, diese Gefühle zwischen starken Rap-Parts und souligen Gesangspassagen anzuerkennen und somit einen wichtigen Beitrag zu deren Akzeptanz zu leisten.

Ihr findet die EP „Lizzn to myself“ auf diversen Streamingdiensten:
Spotify: https://spoti.fi/3y5JTIS
Apple Music: https://apple.co/3vQ52E7
Amazon Music: https://amzn.to/3Lu7PJX
Deezer: https://bit.ly/3LrL7SH

 

„Diese EP bedeutet mir so viel, weil sie mir das Gefühl gibt, voranzukommen. Egal ob es der musikalische Fortschritt ist oder die Prozesse, die ich in den Texten thematisiere. Dieses Projekt ist nicht nur verbunden mit tollen Menschen, die mir Kraft geben, sondern auch schmerzhaften Erfahrungen und toxischen Personen, an denen ich gewachsen bin. Das alles zu verstehen und zu überwinden ist ein Prozess – aber ich glaube, ich habe mit dieser EP endlich gelernt, diese Prozesse in Worte zu verpacken und Leuten damit die Chance zu geben, sich verbunden zu fühlen.“
– LIZZN über ihre EP „Lizzn to myself“
LIZZN steht schon seit ihren ersten beiden Single-Veröffentlichungen für harmonische Gesangspassagen und sommerliche Beats. Wie das mit schmerzhaften Prozessen und Wut-Bewältigung zusammenpasst, beweist ihre Debüt-EP „Lizzn to myself“: Nur wer sich selbst zuhört kann damit beginnen, Konsequenzen zu ziehen. Dazu gehört in LIZZNs Leben unter anderem, klare Grenzen bei Misogynie zu ziehen („Kein Lovesong“) und die Bedeutung von Safe(r) Spaces für FLINTA* und queere Personen in den Vordergrund zu rücken („So viele Fragen“). Leitmotiv ist und bleibt stets die damit zusammenhängende Wut – ein Thema, das insbesondere im Zusammenhang mit Weiblichkeit tabuisiert wird. Auf den fünf Tracks der „Lizzn to myself“ EP stellt LIZZN sich aber nicht nur diesen Missständen, sondern auch ihrer ganz persönlichen Emotionsbewältigung („Wut“) und schließlich einer Zukunftsperspektive, die Positives verspricht. Dabei sind auch dieses Mal die lockeren Beats mit leichtfüßiger Attitüde hilfreich, die potenzielle emotionale Hürden fast vollständig aus dem Weg räumen und stattdessen einen leichten Zugang ermöglichen.

Tracklist „Lizzn to myself“:
1. Intro
2. Kein Lovesong
3. Wut 
4. So viele Fragen
5. Lizzn to myself

Pünktlich zum Release der EP veröffentlicht LIZZN zudem ein weiteres Video. Passend zum Fokustrack und dem gesamten Rahmen der EP zeigt die Hamburgerin sich im Video zu „Wut“ diesmal nicht mit unterstützender Crew im Rücken oder mit selbstbewusster Körperhaltung, sondern vollkommen isoliert und ihren eigenen Emotionen ausgesetzt.
Das Musikvideo zur Single „Wut“ könnt ihr euch heute ab 14 Uhr unter folgendem Link ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=8sPFk2_L3Qg
Über LIZZN:
Die 28-jährige Newcomerin überzeugte die lokale Musikszene Hamburgs in den vergangenen Jahren mit zumeist gesellschaftskritischer Haltunggefühlvollen Sounds mit Jazz- und Soul-Inspiration und einer weichen Gesangsstimme. 2017 lernt sie im Verein Rap for Refugees e.V. das Beatboxen von Szene-Kollegin Lia Şahin. Kurz darauf wird sie selbst Teil des Kollektivs Rap!Fugees, das nicht nur lokal, sondern deutschlandweit mit starken politischen Messages überzeugt. Ab 2020 präsentiert LIZZN sich dann auch als spannende Solo-Künstlerin zwischen Rap und Pop, umgeben vom Fe*male Treasure Kollektiv rund um Rapperinnen wie Mariybu und Finna, wobei sich bei LIZZN eine ganz besondere Fähigkeit herauskristallisiert: Ernste Themen und echte Gefühle auf lockere Beats packen, die nach gemütlichem Nachmittag im Schanzenpark klingen, um einen niedrigschwelligen Zugang zu eben diesen Inhalten zu schaffen. Mit ihrer ersten EP „Lizzn to myself“ geht sie nun einen Schritt weiter und thematisiert eine in ihr schlummernde Wut sowie ihren Umgang damit, ohne dabei ihren souligen Sound zu vernachlässigen. Mühelos beweist LIZZN mit diesem Debüt, wie gut der Balanceakt zwischen Selbstreflexion, Singer-Songwriterinnen-Dasein und dem Einstieg in die deutsche Rapszene gelingen kann.

Comments


Add Comment

Ich akzeptiere