Auf dieser Welt gibt es zu viel krasse Musik, um sie euch vorzuenthalten. Aus diesem Grund gibt es in dieser Woche einfach zwei Ausgaben der Fundgrube. Deal with it!

KUSO GVKI

Kuso Gvki ist dieses ominöse Kid aus Düsseldorf, das schon im zarten Alter von 16 Beats gefrickelt hat, nach deren Konsum der Großteil der deutschen Beatmaker-Szene wohl in Rente gehen dürfte. Zum Glück hat der inzwischen vermutlich volljährige Produzent für Anfang 2019 ein neues Release geplant. Einen ersten Eindruck gibt sein neues Musikvideo „Konichiwa“, das Vokalsamples aus Japan, der Heimat seiner Eltern, mit einem alles sprengenden Soundbett aus sich scheinbar widersprechenden, und dann doch unfassbar harmonisierenden Motiven kombiniert. Chapeau – und wir haben noch nicht mal über das krasse Video geredet. Das schaut ihr euch aber am besten selbst an:

Ty

Vom Rhein an die Themse: Auf seiner Labelheimat Big Dada Records ist Ty der „Grown Man“, der „Big Brother“. Seine ersten Steps in Richtung Mic machte er in den 90ern, sein Debütalbum „Awkward“ erschien 2001. Für Kritiker*innen und Boombap-Fans ist er ein sicherer Lieferant guter Songs, spreche ich in Deutschland über ihn, ernte ich oft nur fragende Blicke. Dass er sich für seine im März erschienene Single „Somehow Somewhere Someway“ (nope, die Assoziation zu Nena ist absolut unnötig) Unterstützung von Umar Bin Hassan von den Lost Poets geholt hat, ist eigentlich schon mehr als genug Grund, sich endlich mal mit dem Dude zu beschäftigen. Der Song ist ein absoluter Pleaser: samplelastiger Boombap-Sound, der nach Golden Era und dennoch zeitgemäß klingt. Besonders unterhaltsam: Die YouTube-Kommentare, die Ty des Diebstahls eines prägnanten Jazz-Riffes bezichtigen – in HipHop-Deutsch: Sampling.

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