Zum Monatsbeginn möchte ich wieder einmal meine Fundgrube für euch öffnen, um euch spannende Musiker*innen aus der ganzen Welt vorzustellen, die meiner Meinung nach weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Heute stelle ich euch zwei Rapperinnen vor, die in meinen Augen aus völlig unverständlichen Gründen weit unter dem Radar schweben – denn sie sind bzw. waren ihrer Zeit auf musikalischer bzw. lyrischer Ebene weit voraus. Viel Freude beim Hören.

Zakisha Brown

Who? Zakisha Brown nicht zu kennen ist (noch) kein Grund zur Panik: Selbst auf ihrem Soundcloud-Kanal hat die Künstlerin aus Toronto nur wenig Hörmaterial am Start, allem voran aber ihre aktuelle Single „OWN“, in dem es um – Überraschung – das Thema Geld geht. Das wäre für einen Rapsong jetzt nicht weiter überraschend, wenn sie nicht eine ziemlich spannende, andersartige und auf jeden Fall diskursanregende Perspektive auf die bunten Scheine einnehmen würde, die ich so noch nie in einem Musikstück gehört habe. C.R.E.A.M. mal anders – und ziemlich dope. Zakisha Brown zeigt auf „OWN“ ihr Talent als Lyricist und macht mich in jedem Falle sehr neugierig auf ihre hoffentlich bald erscheinende EP.

Hopie

Anders als Zakisha Brown fällt Hopie eindeutig in die Kategorie „Hits you missed“. Anfang der 2010er setzte die Rapperin und studierte Juristin zur Game-Übernahme an, bekam aber leider nicht die Aufmerksamkeit, die ihre Musik zweifelsohne verdient hat. Vielleicht nur deshalb, weil sie zu früh dran war: Ihr ziemlich verquerer Sound-Entwurf dürfte damals gegen die allgemeinen HipHop-Hörgewohnheiten geschossen haben, und vielleicht war die Welt einfach noch nicht bereit für eine Hopie. Die gute Nachricht ist, dass das ihre damals veröffentlichte Musik nicht minder großartig ist und die Rapperin aus San Francisco dringend in all eure Playlists gehört.

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