Aus meiner Fundgrube grabe ich heute zwei Acts, die mich schon seit längerer Zeit begleiten. Genau genommen lernte ich beide während meiner Zeit in Hannover, also zwischen 2013 und 2015 kennen. Bei beiden hatte ich das Gefühl eines völligen Lifechanger-Moments, als ich sie das erste Mal auf der Bühne gesehen habe. Höchste Zeit also, sie euch nicht länger vorzuenthalten.

Black Bear Basement

Dieses ungewöhnliche Künstlerkollektiv verdankt seinen Namen der Hannoveraner Straße, in der seine Geschichte begann. Heute leben die vier Musiker verteilt in Hannover, Göttingen und Berlin – und haben mit „Beyond Traits“ nun ihre erste Vinyl am Start. Ihre Musik ist eine einzigartige Zusammensetzung aus HipHop-Beats und Cuts, für die sich DJ Sotah verantwortlich zeigt, sowie weltmusikalischen Einflüssen auf dem Klavier, dem Vibraphon sowie Saxophon, Querflöte und Klarinette. Ich bin selten sprachlos – eine Live-Show von Black Bear Basement ist ein ziemlicher Garant dafür. Und spätestens wenn Riez sein Vibraphon mit dem Kontrabassbogen anspielt, ist bei mir alles vorbei.

Black Bear Basement sind in den kommenden Tagen noch auf Tour. Hier gibt’s die Pflicht-Termine:
23.05 Leipzig (Vary Recordstore)
24.05 Erfurt (Retronom)
25.05 Mannheim (Kurzbar)
26.05 Bielefeld (Bunker Ulmenwall)

Clockwerk

Clockwerk gehört zu den besten MPC-Künstler*innen auf der ganzen Welt – das weiß nicht nur Ableton. Was der Typ aus ein paar Pads raushämmert, ist einfach nicht von dieser Welt, und kommt als Video nicht ansatzweise so rüber wie live. Ich erinnere mich besonders an einen Underground-Gig (im wahrsten Sinne des Wortes) in der Tiefgarage des Ihmezentrums in Hannover. Wer den alten, verfallenen Betonbau kennt, hat ein Bild des dystopischen Szenarios vor Augen, in dem Clockwerk seine Beats gegen die hallenden Betonwände abfeuerte. Boom!

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