Heute veröffentlicht die Sängerin, Rapperin und Producerin Finna aus Hamburg ihre neue Single „Staying Soft“ über Audiolith. Zusammen mit der Saarbrücker Rapperin Mino.Riot und Sayes aus Leipzig spricht sie über Sensibilität und Selbstbewusstsein und deutet ihr Dasein als Softie zur eigenen Stärke um. Auf einem durch melancholische Loops geprägten Beat berichtet Finna von Grenzerfahrungen als sensible Person und begegnet Kritiker*innen mit einer klaren Ansage: „Meine Schwäche wird zur Stärke, ich bin ich und ey, das reicht.“ Auch Mino.Riot und Sayes beschäftigen sich auf „Staying Soft“ mit Verletzlichkeit und kritischen Männlichkeitsbildern und runden Finnas Hymne für ihr kommendes Album „Zartcore“ perfekt ab.

Hier findet ihr das Musikvideo von „Staying Soft“: 
https://youtu.be/K4tWSvlOH9c

„Staying Soft“ ist auf allen Streaming-Plattformen verfügbar: https://shrt.audiolith.net/al342

„Der Song entstand über viele Kilometer entfernt, innerhalb eines Tages und schaffte so viel Nähe. Finna zeigte mir Beatentwürfe, schrieb direkt und inspirierte mich und Mino im selben Augenblick. „Staying Soft“ ist für mich nicht einfach eine Alternative zur vorherrschenden Norm sich hart zu geben, ab und zu mal weich zu sein, sondern der Aufruf, weich zu bleiben“, erzählt der Leipziger Rapper Sayes über den gemeinsamen Song. „Sanft zu sein bedarf so viel Mut und Tapferkeit – Wann immer ich dafür Raum schaffen kann, werd ich das tun! Für mich und für all die anderen ’soft & brave Rebelhearts‘!“, ergänzt Mino.Riot empowernd.

Mit ihrer ersten Single „Musik ist Politik“ steigt Finna direkt mit starker Message in die Szene ein: Nichts auf der Welt ist unpolitisch – und Musik schon gar nicht. Mit dem Song bewirbt sie sich 2015 beim Hamburger Musikpreis „Krach und Getöse“ – und gewinnt. Der Award ermöglicht ihr tiefe Einblicke in die Musikindustrie, den Aufbau eigener professioneller Strukturen und Auftritte auf größeren Bühnen. Ein enormer Erfolg – aber auch ein Fluch für die Künstlerin. Wie befremdlich ihr die Maskeraden der Popmusikbranche sind, verarbeitet sie in ihrer zweiten Single „Cool ist mir zu kalt“.

Finna teilt sich zum Spektrum Festival 2016 die Stage mit HipHop-Größen wie SXTN, doch danach ist Schluss: Ihre psychische Gesundheit verschlechtert sich. Der einzige Weg bleibt die Einweisung in eine psychiatrische Klinik. 2020 veröffentlicht Finna ihre erste neue Single nach dem Klinikaufenthalt. „Overscheiß“ thematisiert den gesellschaftlichen Umgang mit Mehrgewichtigen und schafft eine Hymne für mehr Body Positivity. Neben der Arbeit an eigenen Songs gibt die Künstlerin Workshops und ist in der queeren Jugendarbeit aktiv. Mit ihrem HipHop-Kollektiv Fe:male Treasure hat sie ein Netzwerk auf die Beine gestellt, in dem sich  aufstrebende Rapper*innen aus dem deutschsprachigen Raum supporten und gemeinsam wachsen. „Musik ist Politik“, die Botschaft ihrer allerersten Single, hat Finna bis heute verinnerlicht.

Finna Tourdates:
13.08.21 Bremen – Golden City Hafenbar
18.09.21 Zürich – Lila.queer Festival

Comments


Add Comment

Ich akzeptiere