Bild: Florian Semineth

„Das eigene Licht ins Dunkel bringen“ – auf der ersten Single aus seinem neuen Album „Analog Slang“, die heute mitsamt Video erscheint, lässt der Dresdener Rapper Alphonzo tief blicken. Mit philosophischen Verses über die Auseinandersetzung mit den eigenen Schattenseiten präsentiert sich das musikalische Multitalent auf einen Beat von seinem inzwischen mehrjährigen Wegbegleiter Figub Brazlevic. Der Berliner Producer zeigt sich auch maßgeblich an den Produktionen von „Analog Slang“ beteiligt. Nach ihrer gemeinsamen EP „Naturgesetz“, die 2016 über Krekpek erschienen war, ist der Longplayer also bereits das zweite gemeinsame Release. „Analog Slang“ erscheint am 24. Mai via Krekpek Records und Vinyl Digital.

„…seitdem ich sah was der Mann mit der Sense kann sind mir viele Dinge egal, ich seh‘s entspannt.
Kein Kriegsfuss für‘s Ego nur noch Friedenspfeiffen – alles was ich schieß sind nur noch Liebespfeile.“

Alphonzo selbst über den Song: „Dieser Song beschreibt meine Reise durch ein dunkles Tal, einen Weg, den ich gehen musste, um mich selbst zu finden. Er beschreibt aber auch meine Beobachtungen bei Freunden und Bekannten – wie sie sich mit Gift betäuben um für ein paar Stunden aus dem Schatten zu treten.“

Die Single könnt ihr unter anderem auf Spotify, Apple Music, Deezer und Amazon streamen/downloaden.

Rapper, Multiinstrumentalist und Musiknerd: Alphonzos künstlerische Identität macht an den Grenzen des Boombaps lange nicht Halt. Dennoch liefern Figub Brazlevic und er auf „Analog Slang“ genau das: Feinste Golden Era Rap-Melancholie mit Texten, die blank ziehen und zeigen, was in dem Hasenkostüm steckt. Es geht um die klarste Art der Kommunikation, um zwischenmenschliche Kontakte, ohne digitalen Pseudokommunikationsbullshit. Um das Ende des sich Verstellens, um Ehrlichkeit, Offenheit. Ein Gegenentwurf zur platten deutschen Unterhaltungskultur. Musik, die sich dem Schmerz nicht entzieht, sondern nach Wegen sucht, „das eigene Licht ins Dunkel zu bringen“, zwischen Bukowski-Zitaten und fast schon tröstlich souliger Instrumentierung. Pack das leuchtende Display zur Seite, lass die Phrasen sein und dich treiben – das ist „Analog Slang“.

Figub Brazlevic zeigt sich für die Produktionen von elf der insgesamt 13 Tracks auf dem Longplayer verantwortlich. Weitere Beats kommen von HTN und Mono Massive. Als Featuregäste sind Classic der Dicke, Marie Antoinette und Netik Deputee auf dem Album vertreten.

„Analog Slang“ kann bei Vinyl Digital und iTunes vorbestellt werden.

 

Bild: Florian Semineth

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