„Alles so wie immer“

CONNY veröffentlicht heute mit seinem neuen Song nicht nur die vorletzte Auskopplung seines anstehenden Albums „Manic Pixie Dream Boy Vol. 2“ (VÖ 2. September 2022), „Klingelschild“ reiht sich außerdem in eine beeindruckende Serie filmreifer Videosingles des Kölner Rappers ein. Seine Schwäche für gescheiterte Liebesbeziehungen machte CONNY bereits auf früheren Tracks klar, jetzt liefert er uns mit „Klingelschild“ erneut sein gebrochenes Herz in lyrischer Form. Durch relativierende Mantras, dem Verkauf von gemeinsamen Möbeln und dem Durchbrechen vertrauter Routinen, gibt uns der vielseitige Künstler Einblick in einen Prozess, den wohl einige kennen.

„Ich hab gedacht, dass es zumindest auf dem Klingelschild dann vielleicht doch für ein paar Tage länger so wie immer ist / Und nur weil das nach Nostalgie klingt / Muss das ja nicht heißen, dass ich noch in dich verliebt bin / Noch in dich verliebt bin ich nämlich schon seit Wochen nicht mehr / Zu unserem Lieblingsrestaurant geh‘ ich seit Wochen nicht mehr“

Hier kommt ihr zu „Klingelschild“ auf den Streaming-Seitenhttps://bfan.link/klingelschild

Vermeintlich ist alles in Ordnung, „alles so wie immer“, doch wenn man zwischen CONNYs tiefgreifenden Zeilen liest, zeichnet sich ein Bild von Trauer und Trennungsschmerz. Gerade die Gefühle, die unter der Fassade schlummern und meist erst nach einem großen Knall die mühselig aufgebaute Schutzmauer durchbrechen, sorgen nach einer Trennung dann für Überforderung. Erfolglose Bewältigungsstrategien werden von CONNY mit lyrischer Finesse auf einen sphärischen Beat des Produzenten-Duos „ok schade.“ (Johannes Schlump & Elias Manikas) gelegt und sorgen sowohl für Identifikationsfläche als auch für musikalischen Hochgenuss.

Das Musikvideo nimmt sich Zeit, der Geschichte Raum zu geben und erzählt das Schicksal des lyrischen Ichs mit charismatischen Schauspieler:innen und ihren berührenden Dialogen – CONNY selbst schlüpft in die Rolle des Storytellers und performt gekonnt in die Kamera.

Das filmreife Musikvideo, bei dem Antonia Uhl Regie geführt hat, findet ihr ab sofort auf YouTube:

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