Die Berliner Rapperin und Producerin Breezy veröffentlicht heute ihr Debütalbum „Schwarzfahren“, jedoch nicht ganz allein: Das Projekt entstand durch viele musikalische Kollaborationen mit verschiedenen Künstler*innen. „Schwarzfahren“ bietet eine Plattform für Schwarze und queere Musiker*innen aus Berlin, um ihre Lebensrealitäten wie auch kreativen Skills sichtbar zu machen. Neben Solo-Tracks von Breezy, wie ihre persönliche und emotionale Single „Get Out“, reihen sich auch zahlreiche Features großartiger Artists ein: Mit der Afro-Futurismus-Hymne „Decolonize and Moisturize“ liefert Nasheeka tanzbare elektronische Klänge, während Arielle Cottingham auf „The Berlin Poem“ den Geist der Hauptstadt einfängt. Derweil kollaborieren die Bassistin Natalie Greffel, sowie die Dichter*innen und Sänger*innen Okcandice und Ys4jd auf „Decomposition“ für poetische Zeilen, die von psychedelischen Klängen begleitet werden. Kleine Liebeserklärungen an Berlin blitzen in den Songs immer wieder auf. Breezy widmete ihrem Lieblingsessen, dem „Chicken Gemüse Kebap“, sogar einen ganzen Song.

Die Idee für das gemeinsame Projekt kam Breezy, nachdem die internationalen Black Lives Matter-Proteste im Sommer 2020  für Aufsehen sorgten. In dieser Zeit hatte sie das Gefühl, „like there were so many divisions among the Black community that we would never get on the same page, and that Black women and Black queer people especially were being left the most vulnerable.“ Diese Marginalisierung in einer so globalen und wichtigen Bewegung führte zum Konzept des Albums: eine gemeinsame Plattform für die verschiedenen Lebensrealitäten Schwarzer und queerer Musiker*innen.

Hier findet ihr „Schwarzfahren“ auf den Streamingplattformen:
Spotify: https://spoti.fi/3Al0h77
Deezer: https://bit.ly/3ygXNVk
Amazon Music: https://amzn.to/3xpSbIF

„Schwarzfahren“ Tracklist:
01 Decolonize & Moisturize (feat. Nasheeka)
02 Get Out
03 The Berlin Poem (ft. Arielle Cottingham)
04 #sayhername (feat. Kerit & Kimberlé Crenshaw)
05 Decomposition (feat. Natalie Greffel, Ys4jd, Okcandice)
06 Chicken Gemüse Kebap
07 Etchin‘ N Itchin‘ (feat. BabyDocJoy & Barbara)
08 Keep Up
09 Breezy schläft noch (feat. Astan KA & Natalie Greffel)
10 The Greatest Gift (feat. Adrian & Chance)
11 Come back home (feat. Okcandice)
12 Super Dankbar

Breezy kommt in den USA zur Welt, lebt in Connecticut, Rhode Island und Los Angeles. In ihrer Jugend spielt sie verschiedene Instrumente, ist Teil einer Acapella Gruppe und findet innerhalb eines Schulprojektes schließlich ihre Liebe zu HipHop. Nach ihrem Studium der Kunst und Kultur steht es für Breezy endgültig fest: Sie wird Rapperin. Für ihr Studium der Musikproduktion zieht sie für ein Jahr nach Berlin, lebt nach ihrem Abschluss wieder in den USA und kehrt 2018 in die deutsche Hauptstadt zurück.

Ihr Zusammenspiel aus HipHop, Soul, Blues und Gospel eröffnet den klanglichen Raum für Breezys eindringliche Inhalte: Als queere Tochter eines Schwarzen und eines weißen Elternteils ergründet Breezy in ihrer Musik die Bedeutung, Grenzen und Zugehörigkeit ihrer Identität. Die Selbstbezeichnung „Mulatto Music“ beschreibt dabei einerseits den Prozess ihrer Selbstfindung, fordert gleichzeitig aber auch die Deutungshoheit über diesen – wenn als Fremdbeschreibung verwendet – rassistischen Begriff zurück, um eine empowernde Beschreibung ihrer Persönlichkeit sowie sozialen Zugehörigkeit zu etablieren. Mit poetischen Reimen und einer gefühlsintensiven Stimme erinnert Breezy an HipHop-Größen wie Rapsody und Noname Gypsy – und knüpft damit an ihre wohl größte Inspiration, Lauryn Hill, an. Als Rapperin, Sängerin und Producerin schafft es Breezy sowohl auf spannungsgeladenen Konzerten in der Berliner Clubszene als auch auf Kopfhörern ihre Zuhörer*innen im Sturm zu erobern.

Comments


Add Comment

Ich akzeptiere